31. März 2018

Der WordPress Gutenberg-Editor

Der vorliegende Text soll eine kleinen Überblick über  meine ersten Erfahrungen mit dem Gutenberg Editor sein. Ich bin außerdem noch nicht so richtig durch mit allem an Dokumentation was das Netz zum Thema Gutenberg zu bieten hat. Sprich, ich hab noch einiges zu lernen. Trotzdem würde ich gerne über dieses tolle neue Werkzeug von der OpenSource Community schreiben.

Wer ist dieser Gutenberg? Und was hat das mit WordPress zu tun?

Johannes Gutenberg hat 1450 den Buchdruck erfunden. WordPress scheint sich mit dem neuen Editor 2018 neu erfinden zu wollen. Ob es WordPress gelinkt kann man nicht genau sagen, jedoch ist dieses neue Schreibwerkzeug ein radikaler aber auch sehr richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft.

Gutenberg ersetzt den Editor in dem Texte geschrieben, Shortcodes eingefügt, Formatierungen vorgenommen, etc.. etc.. werden, und seien wir mal ehrlich, dass war seit dem WordPress mehr als nur eine Blog Plattform ist, also als vollwertiges CMS eingesetzt wird, recht schmerzhaft. Es wurde wild eingefügt und herumgeschoben, gespeichert, geschaut, geschoben, gespeichert,…. Dieser eher schrullige Workflow erklärt sich die übermäßige Anzahl an Page-Buildern, die ihre Funktionen nur durch ihre Codebase übertreffen. Der schiere WAHNSINN.
Jetzt kommt Gutenberg. Gutenberg ersetzt nicht nur den Editor, sondern die komplette UI zum Editieren eurer Artikel. Die Artikel werden in sogenannte Blocks aufgeteilt. Es gibt verschiedene Block. Bilder, Trenner, Paragraphen, Überschriften, … Das Editieren erinnert mich sehr stark an den Medium.com Editor, der genau dass zu machen scheint. WordPress scheint da wohl gut gespickt zu haben. Zurecht.

Probleme zwischen Gutenberg und WordPress

Das Theme hier arbeiten schon sehr fleißig mit dem Gutenberg zusammen und es ist eine helle Freunde. Hier und da noch Bugs.. und es fehlt auch noch ein einigen grundsätzlichen Funktionen.
Im Großen und Ganzen geht das Bloggen, das Schreiben, das Kuratieren eines Beitrages schon recht zügig und mit viel Spaß von der Hand. Jedoch sind mir einige Stolpersteine bei der Entwicklung des Themes aufgefallen

Das Beitragsbild

In diesem Theme habe ich als Beitragsbild ein Bild genommen, was im Beitrag als Block eingebettet ist, da ich gerne die Subheadline (Kursiv-Grau) über dem Bild hätte. Erstmal kein Problem denkt man, aber dem Beitrag fehlt es nun an einer Standard-Inhaltskomponente, welche für andere Plugins wichtig ist. zB Seo oder Sharing auf Twitter, Facebook, halt OpenGraph Daten. Dazu kommt, dass, sollte sich der Besucher in meinem Blog Index befindet, das Bild erstmal nicht als Link auf den Beitrag führt. Es muss händisch dorthin verlinkt werden. Beitragsbilder, soweit vom Theme-Entwickler berücksichtigt, verweisen immer auf den Beitrag. Habe ich das Bild nun verlinkt, scheint alles gut, bis auf den Umstand, dass das provisorische Beitragsbild jetzt auch verlinkt ist. Doof.
Lösungen: Hier könnten eventuell manuelle Auszüge helfen. Dieser würde dann, den meine ach so wichtige Subheadline repräsentieren. Diese Lösung wäre aber auch nur ein Provisorium, denn Gutenberg steht ja dafür Inhalte Im Backend genauso darzustellen wie im Frontend, der Webseite. Doof!

Block-Styles

Diese sollte man möglichst, wenn man das volle Potential von Gutenberg ausschöpfen will, Vorne (Frontend) und Hinten (Backend) in sein Theme platzieren. So bekommt der Blogger genau das zu Gesicht, was auch der Leser zu Gesicht bekommt. Auch hier gibt es hier aber ein paar Fallstricke.

Zum ersten mischen sich immer wieder Styles in die WordPress Backend UI, sei es eine Linkfarbe, Font, oder sonstige Kleinigkeiten. Dieses kann man wohl nur mit beharrlicher Sorgfallt der Klassenbenenung und den Import beibekommen (Bootstrap). Ich nutze die Breakpoint Mixins von Bootstrap in meiner _block.scss . Das Bootstrap Grid als Import hinzuzufügen ist eher eine Schlechte Idee.  Jetzt wackelt alles im Backend.

Zum Zweiten bin ich mir unsicher was ich mit den default Block Styles anstellen soll. Überschreiben? Überschreiben? …Überschreiben?!
Die funken beim Theme Design immer wieder dazwischen. Sollte man diese abschalten? Bisher habe ich zum Thema leider noch nichts gefunden.

Zukunft

Gutenberg sieht gut aus! Nicht nur, dass er strotzt vor Potential für den Anwender, nein, ein ganz neuer Markt wird sich öffnen. WordPress Seiten müssen überarbeitet werden, Blocks werden sich verkaufen lassen, spezielle Themes für Gutenberg werden aus der Taufe gehoben. ACF wird ein sehr großes Update erfahren. Würde ich vermuten.
Außerdem wird React auf ein neues Level gehoben. Ein noch Höheres. Noch massiver in die Technologiesäulen des Internets eingefasst. WordPress Entwickler die kein JavaScript (nein, mit jQuery DOM Nodes schubsen ist kein JavaScript) gemacht haben sollten schleunigst, JavaScript – the good parts lesen und sich für einen React Kurs einschreiben. Denn der Zug fährt los! Und ich freue mich auf die Fahrt!

🚂💨

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